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[Sektion Uto] |
Liebe Westeuropäer
Auf der Vorbeifahrt haben wir noch Las Leñas besucht, eine in Argentinien recht
bekannte und vielseitige Skistation hoch oben in den Anden.
Dass Las Leñas im
Südsommer genau so trostlos daherkommt wie eine Europäische Skistation im
Nordsommer überraschte uns nicht. Die Gebirgsgegend um Las Leñas ist aber
wunderschön und hat den grossen Vorteil, dass sie auf der weit und breit
einzigen asphaltierten Strasse gut zugänglich ist.
Las Leñas war immer der Stolz der (wohlhabenden) Argentinier. Vor Jahren wurden
sogar mal Weltcupskirennen durchgeführt und sämtliche Südamerikanischen
Skilandesmeisterschaften finden traditionell in Las Leñas statt.
Ich war mal mit
dem brasilianischen Meister im Riesenslalom, einem wohlhabenden
brasilianisch-schweizerischen Doppelbürger, in der gleichen militärischen
Ausbildungseinheit. Der in Las Leñas gewonnene Meistertitel ermöglichte ihm eine
Teilnahme an den Olymipschen Winterspielen für Brasilien.
Vor drei Jahren war Las Leñas total heruntergekommen und mehr ein Schandfleck
als ein Aushängeschild.
Da kaufte ein Malaisier gleich das ganze Tal und liess die Skistation in neuem
Glanz erstrahlen. Verwaltet wird Las Leñas vom 1200 km entfernten Buenos Aires
aus. Das wäre etwa so, wie wenn ein Tamile ganz Arosa kaufen würde und es dann
von Berlin aus verwalten liesse.
Dieses etwas traurige Beispiel zeigt leider viel auf von der Problematik, in der
sich Argentinien befindet. Der Argentinier schaut nicht zu seinen Sachen und
unterhält sie schlecht. Und wenn irgendwo auf die schnelle etwas Geld zu machen
ist, verkauft er lieber an einen Ausländer, der dann die langfristigen Gewinne
einstreichen kann...
Siehe aus www.laslenas.com
Noch eine Kuriosität gefällig?
Auf einem sehr schönen und grossen Campingplatz am Tigredelta in der Nähe von
Buenos Aires haben wir zwei Zürcher getroffen, eine davon war eine ehemalige
WG-Mitbewohnerin von Roli Brändli!
Daraus schliesse ich, dass wir einerseits in unseren Handlungsmustern mehr
gefangen sind als uns lieb ist und andererseits unsere Zürcher Gene recht
dominat sind. Wie könnten sich sonst zwei mal zwei Zürcher völlig unabhänging
von einander genau die gleiche Ecke eines abgelegenen Campingplatzes in einem
riesigen 12 Millionen-Ballungsraum aussuchen?
Siehe auch www.unsereferien.ch/elli-markus
LG Roger + Nicole
ps Geklettert haben wir natürlich auch noch....