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[Sektion Uto]

Liebe Westeuropäer

Auf der Vorbeifahrt haben wir noch Las Leñas besucht, eine in Argentinien recht bekannte und vielseitige Skistation hoch oben in den Anden.Roger, click to englarge Dass Las Leñas im Südsommer genau so trostlos daherkommt wie eine Europäische Skistation im Nordsommer überraschte uns nicht. Die Gebirgsgegend um Las Leñas ist aber wunderschön und hat den grossen Vorteil, dass sie auf der weit und breit einzigen asphaltierten Strasse gut zugänglich ist.

Las Leñas war immer der Stolz der (wohlhabenden) Argentinier. Vor Jahren wurden sogar mal Weltcupskirennen durchgeführt und sämtliche Südamerikanischen Skilandesmeisterschaften finden traditionell in Las Leñas statt. Kaiserball 2005, click to englargeIch war mal mit dem brasilianischen Meister im Riesenslalom, einem wohlhabenden brasilianisch-schweizerischen Doppelbürger, in der gleichen militärischen Ausbildungseinheit. Der in Las Leñas gewonnene Meistertitel ermöglichte ihm eine Teilnahme an den Olymipschen Winterspielen für Brasilien. Vor drei Jahren war Las Leñas total heruntergekommen und mehr ein Schandfleck als ein Aushängeschild. Da kaufte ein Malaisier gleich das ganze Tal und liess die Skistation in neuem Glanz erstrahlen. Verwaltet wird Las Leñas vom 1200 km entfernten Buenos Aires aus. Das wäre etwa so, wie wenn ein Tamile ganz Arosa kaufen würde und es dann von Berlin aus verwalten liesse. Dieses etwas traurige Beispiel zeigt leider viel auf von der Problematik, in der sich Argentinien befindet. Der Argentinier schaut nicht zu seinen Sachen und unterhält sie schlecht. Und wenn irgendwo auf die schnelle etwas Geld zu machen ist, verkauft er lieber an einen Ausländer, der dann die langfristigen Gewinne einstreichen kann...

Siehe aus www.laslenas.com

Noch eine Kuriosität gefällig?Roger, click to englarge Auf einem sehr schönen und grossen Campingplatz am Tigredelta in der Nähe von Buenos Aires haben wir zwei Zürcher getroffen, eine davon war eine ehemalige WG-Mitbewohnerin von Roli Brändli! Daraus schliesse ich, dass wir einerseits in unseren Handlungsmustern mehr gefangen sind als uns lieb ist und andererseits unsere Zürcher Gene recht dominat sind. Wie könnten sich sonst zwei mal zwei Zürcher völlig unabhänging von einander genau die gleiche Ecke eines abgelegenen Campingplatzes in einem riesigen 12 Millionen-Ballungsraum aussuchen?

Siehe auch www.unsereferien.ch/elli-markus

LG Roger + Nicole

ps Geklettert haben wir natürlich auch noch....