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Nach drei Tagen klettern ist meine Haut durch und Alexandra, Felix und ich beschliessen, uns einen Ruhetag zu gönnen. Wir besichtigen Palma, suchen verzweifelt Parkplätze und versuchen noch verzweifelter, Alexandra aus den verschiedensten Lädeli herauszubrin-gen. Da wir schon einmal am Meer sind, probieren wir Pulpo: Tintenfisch geröstet, Tintenfisch gegrillt und Shrimps, alles an einer öligen Sauce und dazu fettige Kartoffeln… Auf der Weiterfahrt entlang der Küste protestiert Felix’ Magen. Wir machen Pause, gehen ein wenig umher und dösen eine Runde. Luftlinienmässig sind wir nicht weit vom Hotel in Port Soller entfernt, doch wir fahren ganze zwei Stunden kurvige Strässchen bis wir ankommen. Kurz nach der Ankunft rebelliert auch mein Magen. Nach weiteren Revolutionen herrscht in meinem Magen offener Bürgerkrieg und ich fühle mich mindes-tens hundert Jahre gealtert. Geronimo klärt ab, wo das nächste Spital ist und zwei Kollegen schleppen mich ins Auto. Im Spital angekommen friere ich erbärmlich, habe extreme Schweissausbrüche und schnappe nach Luft. Doch der Herr Doktor meint nur seelenruhig, ich soll tief ein- und ausatmen. Wie denn? Ohne Luft! Die nette Frau Doktor verpasst mir lächelnd eine riiiesen Spritze in mein Hinterteil und nach einer halben Stunde bin ich wiederhergestellt.
Wir durchqueren die Insel und nach einigen Irrfahrten erreichen wir Cala Magraner. Klettern am Strand über den Wellen. Was gibt es Schöneres? Bouldern in Palma. Roger hat einen heissen Insider-Tipp erhalten, den er unbedingt umsetzen möchte. Doch die Boulders sind teilweise mit Fäkalien markiert. Schade. Uns bleibt noch ein kleiner Boulder-quergang einen Meter über dem Meer und schon beginnt die Heimreise. Roger und ich versuchen, ein Messer ins Flugzeug zu schmuggeln. Doch unsere Tarnung fliegt auf. Schade, wo sich Roger doch solch eine Mühe gegeben hat, das Messer zu verstecken. In letzter Minute erreichen wir den Flieger. Nachdem er im Anflug auf Kloten die Wolkendecke sachte durchbrochen hat, landen wir recht unsanft. Roger hat ein wenig Flugangst und findet das heftige Bremsmanöver total daneben. Unsere Crash-Pad’s nehmen den Umweg über Hamburg, aber alles in allem war’s eine coole Woche unter der warmen südlichen Sonne! Simon Hug