Tourenbericht   (BV, Fotos Martin Rosse)

 

Skitour 19./20.03.05 Piz Medel

 

Die Tour war zwar zum Piz Kesch ausgeschrieben, doch da sich Thomas noch als Leiter dazugesellte und er Local im Raum Disentis ist, entschieden wir uns, eine Tour auf den Piz Medel zu unternehmen.

Um frühzeitig starten zu können, gings mit PW nach Curaglia im Bündnerland, unserem Ausgangspunkt.

 

 

 

Nach einigen Schritten zu Fuss konnten gegen 9:30 die Skis montiert werden und los ging’s. Als erstes durch das Val Plattas, das lang und eher flach ist.

 

 

 

 

Nach einer Verpflegungspause gings dann hinauf zur Fuorcla da Lavaz, wo unsere Unterkunft, die Chamona da Medel CAS oder zu Deutsch Medelserhütte steht. Sie gehört übrigens zu einen der sechs Hütten der Sektion Uto.

 

 

 

 

Yo, Yo, Bro

 

Während Salome, Thomas, Dani und Walter die Sonne auf der Terrasse genossen, stiegen Evelyne, Berni, Martin und Bruno richtung Piz Caschleglia, um noch etwas Höhe zu gewinnen. Schon von unten war zu erkennen, das der Gipfel schwierig zu erreichen war und so blieb es halt nur bei einem Versuch. Ausserdem war ein grosser Teil zu Fuss hinter sich zu bringen, was zur Folge hatte, dass der Abstieg nicht mit Skiern gemacht werden konnte. Immerhin erlaubte es uns, die morgige Tour von weitem etwas anzusehen.

 

 

 

Zurück auf der Hütte verbrachten wir die Zeit mit „Sünnele“ und Geniessen der wunderbaren Bergwelt. Eine Erfrischung in Zuckerwasser- oder Bierform musste natürlich auch sein.

 

 

Nach dem Nachtessen in der warmen Stube gingen wir zeitig zu Bett.

 

Am Sonntagmorgen standen wir bereits um 6:30 wieder auf den Latten, um eine kurze Abfahrt in Angriff zu nehmen. Dann gings von gut 2400 müM hinauf zum Piz Medel 3211m.

 

Glitzer, Glitzer

 

 

 

Die letzten Meter

 

Am Seil à zwei 3er Seilschaften die letzten Schritte über den Grat hinauf zum Top.

 

Evelyne und Dani liessen die Sache sein, das sie mit Snowboardschuhen über kein gutes Profil verfügten.

 

Obercoole Aussicht, der Himmel stahlblau: Zu sehen auch der Mont Blanc, der über 200km Luftlinie entfernt liegt. Und natürlich mussten die höchsten Berge mit Zeigfinger genannt werden.

 

 

Wädi, Salome, Thomas, Martin und Berni auf dem Gipfel.

 

Zurück über den Grat, wo wir etwas abseits vom Wind unsere Mägen füllten.

 

Bald wurden Skier und Boards umgeschnallt, denn jetzt stand der Funteil an: 1900m hinunter bis Curaglia. Über den Gletscher fuhren wir richtung Westen, dann nordwärts. Nicht auf der Aufstiegspur herunter zu fahren hat immer seinen Reiz. Oben war der Schnee hart, teilweise etwas Deckel, im Mittelteil sogar pulvrig. Und mehr Platz, als auf jeder Piste – hammermässig kann ich  nur sagen!

 

 

Bögle, bögle, bögle

 

Wir näherten uns dem Flachstück und wir wussten, dass der Spassteil vorbei sein wird. Unten war der Schnee faul. Es war eher ein pflügen, als ein leichtes dahingleiten. Der Bach im Flachstück musste dann zu Fuss überquert werden.

 

 

Die Sonne brannte gnadenlos auf uns nieder. Die beiden Snöber hatten etwas das Nachsehen – aber auch sie überschritten das Flachstück rasch. Der Rest konnte wieder gefahren werden. Wer aber meinte, der heikle Teil hinter sich gebracht zu haben, hat sich getäuscht. Der Schnee war so feucht, dass jeder der die verdichteten Hauptspuren verliess gleich einen halben Meter tiefer zum Stillstand gezwungen wurde. Ein Einstecken mit dem Kopf in den Schnee manchmal als Konsequenz. Niemand wurde verschont.

Irgendwie Spass gemacht hat es trotzdem. Die letzen Kilometer waren dann wieder einfach zu Fahren. Beim Parkplatz dann die grosse Garderobe. Umgezogen genossen wir dann auf der Sonnenterrasse im „Brunni“ in Disentis ein kühles Getränk oder sogar ein Eisdessert. Von hier aus kann man direkt hinaufsehen zum Piz Medel.  (BV, Fotos Martin Rosse)