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> Anekdoten...> Alexandras Wettkampfwelt

Die JO-Uto/Manegg an Wettkämpfen
Boulders SM 04 Leysin.( 10.6.2004 )
Zweite Elite Schweizermeisterschaft für Alexandra + zweiter Platz für Evelyne.( 28.10.2003 )
Erster Elite Schweizermeistertitel für Alexandra.( 1.12.2002 )
Internationale Einsätze unserer Wettkampfladys. ( 2.7.2002)
Speed-SM 02. ( 5.5.2002)
MCC-Boulderserie 02. ( 21.4.2002)
Bericht  im Limmattaler Tagblatt über das Gaswerk Open 02. ( 16.3.2002)
IWC Saas Fee.( 25./26.1.2002 )
Swiss Cup Finale 2001 in Schlieren. ( 15.9.2001 )
Sportkletter-SM 2001 in Meiringen. ( 28.8.2001 )
 

Boulder SM 04 Leysin  10.6.2004

Evelyne im Finale
Quali in vollem Gange

Alexandra und Martin im Duell
Quali: Alexandra am 4. Niana am 5. Boulder

Alexandra und Martin im Duell
Finale: Alexandra und Remo

Alexandra und Martin im Duell
Alexandra bei der erfolglosen Vorbereitung des letzten Zuges am letzten Finalboulder.


Alle Fotos: Roger Knecht

Medienmitteilung der faf (mit Anmerkungen von mir):

Über hundert Sportkletterer traten am Samstag in Leysin zur ersten Etappe des C-MAX Climbing Cup an, die zugleich die Schweizermeisterschaft in der Disziplin Bouldern war. Bei den Männern setzte sich erwartungsgemäss Cédric Lachat durch. Annatina Schultz überraschte mit ihrem unangekündigten Comeback. Schweizermeisterin wurde ebenso unerwartet die Genferin Stéphanie Louis
(, und nicht etwa Alexandra Eyer).

Bouldering ist Sportklettern in seiner pursten Form. Ungesichert versuchen sich die Athleten an künstlichen Kletterblöcken, die nur aus wenigen Kletterzügen von höchstem Schwierigkeitsgrad bestehen. Der Endpunkt ("Top") befindet sich höchstens vier Meter über dem Boden. Wer den Halt verliert, fällt auf eine weiche Matte.

Problemstellungen (Ah ja...) nennen die Boulderer die Herausforderungen, welche sie von den Routenbauern gestellt bekommen. In einem Boulder-Wettkampf gewinnt, wer in der vorgegebenen Zeit die meisten Probleme löst, d.h. den obersten Griff erreicht und sicher festhält. Die Blöcke sehen die Athleten erst unmittelbar, bevor sie sie in Angriff nehmen.

Überraschendes Comeback

Noch vor zwei Jahren war die Bernerin Annatina Schultz die klare Leaderin der Schweizer Kletterszene. Als Angehörige der Top Ten der Weltrangliste beendete sie 2002 ihre Wettkampfkarriere im Alter von 25 Jahren. Sie schloss ihr Jus-Studium ab und absolviert zur Zeit ein Anwaltspraktikum, das ihr wenig Zeit zum Klettern lässt. "Ich hatte einfach, wieder mal (Lust) all die Leute zu sehen, wieder mal eine solche Challenge zu haben, die verschiedenen Boulders zu probieren. Aber ich muss sagen, es ist noch happig." (...) Mit ihrer Teilnahme landete sie, die eigentlich auf die Disziplin Schwierigkeitsklettern spezialisiert ist, eine saftige Überraschung – und eine erfolgreiche obendrein. Die Qualifikation gewann sie mit fünf Tops in fünf Versuchen, vor ihrer Nachfolgerin als Schweizermeisterin, Alexandra Eyer. "Ich habe zwar gehört, dass Annatina wieder klettert, dass sie hier startet, habe ich aber erst heute morgen erfahren", erklärte die aktuelle Nummer Acht der Weltrangliste.

Der klare Favorit in der Elitekategorie der Männer, der Jurassier Cédric Lachat, setzte sich in der Qualifikation nicht ganz fehlerlos aber souverän an die Spitze.

Favoritinnen und Sieger

Die Favoritenrollen waren verteilt. Alles wartete auf einen packenden Zweikampf zwischen Alexandra Eyer und Annatina Schultz. Doch da war noch eine Dritte namens Stéphanie Louis, eine 23-jährige Genferin, die bisher im Schatten der beiden gestanden hatte. "Auch ich war völlig überrascht, als Annatina auftauchte. Ich habe mich auf Alexandra eingestellt und ich wusste auch, dass ich Annatina schlagen kann. Aber beide auf einmal, das schien mir dann doch etwas zuviel. Ich bin völlig überrascht", erklärte sie ausser sich vor Freude. (Das Frauenfinale war bis zur letzten Sekunde spannend und voller überraschender Wendungen. Zuesrt patzte Annatina am ersten "einfachen" Plattenboulder, den sie auch ihn mehreren Anläufen nicht schaffte. Annatina kämpfte sich aber wieder in den Wettkampf zurück und schafte auf beugen und brechen die restlichen vier Boulders. Alexandra kletterte bis zum letzten Zug am fünften und letzten letzten Boulder fehlerfrei. Aber eben ausser diesem Zug, der auch in den nachfolgenden Versuchen nicht gelang.)

Spektakulär war auch das Finale der Männer. Um es vorweg zu nehmen, es war die grosse Show des Titelverteidigers und unbestritten beste Freeclimbers der Schweiz. "Am zweiten Block habe ich einen Fehler gemacht. Am Letzten spürte ich vor allem den Druck des Publikums. Ich musste da unbedingt rauf." Tatsächlich hatte Lachat nicht nur die meisten Tops erreicht (alle, um genau zu sein) sondern sich auch die meisten Versuche notieren lassen. In der letzten Sekunde erreichte er als einziger das Top des fünften und letzten Blocks und brachte das Publikum zum Toben. Auf dem zweiten Platz klassierte sich der Berner Oberländer Matthias Müller, Platz drei holte sich Daniel Winkler aus Villars-sur-Glâne.


Mit dem C-MAX Climbing Cup fördert Veranstalter SAC und Partner Ford auch den Breitensport und den Nachwuchs. Die jungen Aufsteiger und die erwachsenen Amateurkletterer kämpften nicht minder motiviert um ihre Meistermedaillen.

Komplette Resultate auf -> digitalrock.de


Zweite Elite Schweizermeisterschaft für Alexandra und zweiter Platz für Evelyne  27.10.2003

Evelyne im Finale

Evelyne im Finale
Evelyne im Finale

Alexandra und Martin im Duell

Alexandra und Martin im Duell

Alexandra und Martin im Duell

Alexandra und Martin im Duell
Alexandra und Martin
Jaggi im Duell.
Fotos: Roger Knecht

Alexandra im Finale
Alexandra im Finale.
Mehr Bilder auf extremesports.ch

Alexandra im Finale
Alexandra im Finale.
Foto: Rainer Eder
Mit einer perfekten Leistung im Finale wurde Alexandra das zweite Mal in Serie souverän Schweizermeister. Im Duell musste sie sich dem verdammt schnellen Martin Jaggi geschlagen geben. Ausführliche Berichte in allen Zeitungen!

Evelyne eroberte sich mit einer starken mentalen und physischen Leistung der hervorragenden zweiten Platz. Sie musse sich erst im Superfinale ganz, ganz knapp geschlagen geben.

Facts 30.10.2003:
Als tänzelte sie senkrecht empor: Alexandra Eyer erklimmt spinnenartig die überhängende Wand - Griff um Griff, Tritt für Tritt, behände, leicht, fast schwerelos. Steht mit ihren 46 Kilogramm Körpergewicht auf Plastiknoppen, die nicht grösser sind als ein Zehennagel, nutzt die kleinste Struktur in der Wand, um sich abzustossen, aufzufangen, verlagert den eigenen Schwerpunkt, schmiegt sich ans Plastik, liebkost es kurz mit allen Vieren, um im nächsten Augenblick wie eine Feder hochzuschnellen. Und in voller Körperspannung mit den Fingerkuppen den nächsten Griff zu erreichen. Sie tanzt den vertikalen Tango, 18 Meter über dem Boden. Die abrupten Richtungswechsel gehen, kaum ausgeführt, in Bewegungen von fliessender Schönheit über, in Meditation im Move. Sie zelebriert die sauschwere Aufgabe mit der schieren Leichtigkeit des Seins. «Ja, klettern hat viel mit Tanzen zu tun», sagte die 22-Jährige vor ihrem finalen Auftritt in der Kletterhalle im Zürcherischen Schlieren. Alexandra Eyer misst einen Meter und sechzig Zentimeter, Schuhgrösse 35. Eine kleine, zierliche Person mit burschikosen Zügen - Kurzhaarfrisur, Brille, schelmisches Lächeln, aufgeschürfte Finger und Hände. Mit jeder ihrer Bewegungen widerlegt sie das Vorurteil, Klettern sei eine reine Kraftsportart. «Es ist wohl eher ein Mix aus Koordination und Kopfarbeit.» Sogar den Kaffee-Pappbecher führt sie mit der Anmut einer Ballerina zum Mund. Im Gegensatz zum Joggen, das die Gedanken in Schwung bringt, einen in die Weite schweifen lässt, gibts beim Klettern nur den Fokus auf den einen entscheidenden Gedanken: Wie schaffe ich den nächsten Move. «Der wichtigste Muskel befindet sich im Kopf», zitiert Alexandra Eyer eine alte Kletterweisheit. In ihrem Trainingsprogramm ist darum das Mentaltraining nicht weniger wichtig, als das Krafttraining. 20 Stunden pro Woche klettert die Zürcherin. Immer höher, auf immer schwierigeren Routen, möglichst abwechslungsreich. «Der Reiz ist, den Weg zu finden, Hindernisse zu überwinden und schliesslich das Gefühl auszukosten, es geschafft zu haben». Alexandra Eyer hat es am Samstagabend tatsächlich geschafft. Mit ihrer begeisternden Darbietung wird sie Schweizer Meisterin im Schwierigkeitsklettern, der Königsdisziplin des Sportkletterns. Ein weiterer sportlicher Höhepunk in ihrer Karriere, nachdem sie dieses Jahr an den Weltmeisterschaften in Chamonix den fünften Rang belegte. Eyer macht keinen Hehl daraus, dass sie noch höher hinaus, eines Tages Weltmeisterin werden will. Auch in ihrer Berufsplanung gibts nach oben keine Grenzen. Letztes Jahr hat sie die Lehre als Bandagistin abgeschlossen, in der sie gelernt hat, für körperlich behinderte Menschen medizinisch-technische Hilfsmittel anzufertigen. Parallel dazu beendete sie die vierjährige Berufsmittelschule. «Eine Belastungsprobe, die ich dank der Hilfe des Klettertrainings bestanden habe.» Dank starkem Willen, Ausdauer und einer guten Planung. Nächstes Ziel ist eine Fachhochschule, Maschinenbau interessiert sie. Griff um Griff, Tritt für Tritt nähert sich Alexandra Eyer der Erfüllung ihres Berufstraums: einer Forschungsstelle im Bereich der Medizinaltechnik.«Klettern ist Lebensschule und Therapie in einem», sagt Patrick Hilber, Geschäftsführer des Kletter-Mekkas in Schlieren. Er zählt die Arbeitserziehungsanstalt Wittikon, Blinde, Drogensüchtige zu seinen Kunden und allerlei «abgedriftete Seelen, die keine Freude am Alltagsleben haben». Die heutige Leistungsgesellschaft sei an sich nichts Schlechtes. «Aber es gibt Leute, die dem Druck, dem der Einzelne darin ausgesetzt ist, nicht standhalten.» Beim Klettern lerne man, mit Druck umzugehen. «Klettern nimmt die Angst vor den Herausforderungen des Alltags und vermittelt Selbstvertrauen», sagt Hilber. «Und Vertrauen in die anderen, weil jeder, der klettert, sein Schicksal in die Hand desjenigen gibt, der ihn am Boden sichert.» Hilber ist selber ein begeisterter Kletterer und Ausbildner. Nach einem Sicherungsfehler eines Schülers fiel er 20 Meter abwärts und verletzte sich schwer. Seither hinkt er und hat die dreizehnte Operation hinter sich. Dennoch bleibt er dabei, dass Klettern in der Halle zu den sichersten Sportarten gehöre. In der neunjährigen Erfolgsgeschichte seiner Halle sind zwei schwere Unfälle passiert. «Kein Vergleich zu anderen Sportarten. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle.» Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen der Schweizer Meisterschaften im Schwierigkeitsklettern schon die vierte Kletterhalle eröffnet. Auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks entstand damit das grösste Indoor-Kletterdorado der Welt. Beim Start 1994 bot es 1000 Quadratmeter Kletterfläche an, heute über 4000. Aus sechs Angestellten wurden 60, aus durchschnittlich 80 Kunden pro Abend 300. Sportklettern boomt - nicht nur in Schlieren. In ganz Europa werden laufend neue Hallen eröffnet. In den Schulen werden die traditionellen Kletterstangen und Sprossenwände zusehends durch Kletterwände ersetzt. Früher war Klettern ein Nischensport für Geographiestudenten und Gutmenschen, heute ein Lifetime-Sport für alle. «Weil die Routen verschiedene Schwierigkeitsgrade haben, ist jeder in gleichem Masse gefordert», sagt Hilber. Anders als beim Tennis braucht man nicht einen ebenbürdigen Partner, damit es Spass macht. Unter dem Dach der umgenutzten Industriehalle kraxeln Spitzensportler. Unten am Tresen fachsimpeln die Amateure bei Rivella, Capuccino und einem Powerriegel. «Heute hocken viele nur noch daheim vor dem Computer», sagt Ex-Kletterprofi Simon Wandeler. «Das Klettern bietet Gelegenheit aus dieser sozialen Isolation auszubrechen.» Es gehe eben nicht nur um Fitness. «Nach dem Klettern über erzielte Erfolge und überwundene Ängste zu plaudern, gehört genauso dazu.»In Halle 2 mieft es gegen Ende des 15-stündigen Wettkampfs nach Schweiss und Kaffeesatz. Die Luft trocken vom Magnesiumstaub. Gegen 1500 Zuschauer haben sich zu den Finalwettkämpfen der Elitekletterer eingefunden, schauen gebanntnach oben. In den Gängen liegen Rucksäcke herum, angebissene Schinkenbrote, leere Eisteeflaschen - Picknickromantik.Spotlicht und TV-Kameras richten sich auf die Artisten an der Wand. Auf Alexandra Eyer, die Siegerin bei den Frauen, auf Cédric Lachat, den Sieger bei den Männern und auf François Legrand, den dreifachen Weltmeister aus Frankreich, der mit einer zirkusreifen Showeinlage aufzeigt, welche Hindernisse Menschen auf dem Weg nach oben zu überwinden im Stande sind. Er richtet sich eine extrem schwierige Route ein und wie er sie Griff um Griff, Schritt für Schritt überwindet, ist ein einziges Plädoyer gegen die Gesetze der Schwerkraft. facts.ch

Komplette Resultate auf -> digitalrock.de

Erster Elite Schweizermeistertitel für Alexandra   30.11.2002
 
Siegerehrung SM dif.02
Susanne, Alexandra
und Stephanie



Evelyne in der 2.Quali

Evelyne in der 2.Quali

Evelyne in der 2.Quali

Evelyne in der 2.Quali
Evelyne in
der 2.Quali

Endlich ist es geschafft. Die sehr lange Wettkampfsaison 02 ist mit dem erstmaligen Gewinn des Elite Schweizermeistertitel für Alexandra erfolgreich zu Ende gegangen. In ihrem 10. Kletterjahr hat Sie den lange ersehnten Elitetitel gewonnen. mehr von Alexandras Wettkampf ...

Evelyne, eigentlich schon lange ausser Form, hat mit einer nicht mehr für Möglich gehaltenen Leistung den sehr guten,  4. Platz erklettert. Von Runde zu Runde steigerte sich Evelyne wieder mehr ins Wettkampffieber.

Daniela Dubs gewann mit ihrem kompromisslosen Kletterstiel die Bronzemedaille in der Kategorie Damen. Gratulation.
Patrick Eberhard erreichte in der grossen und gut besetzten Kategorie Jugend B den starken 17. Platz.
 

«Eigentlich hätte ichs schaffen können»  Bericht im Limmattaler Tagblatt vom 3.12.2002

Sportklettern Evelyne Meier aus Urdorf an der SM in Bern Vierte
- Alexandra Eyer sichert sich den Elite-Titel

SABINE BEIERSDORF

Der 4. Rang von Evelyne Meier im bernischen Niederwangen scheint auf den
ersten Blick eine bittere Niederlage. Schliesslich hatte die junge Urdorferin als
amtierende Schweizer Meisterin im Schwierigkeitsklettern einen Titel zu
verteidigen. Doch schon vor dem Wettkampf wusste sie, dass dieses
Unternehmen kein leichtes werden würde. Nach einer langen Saison (Start im
März) mit Teilnahmen an insgesamt fünf nationalen und drei internationalen
Wettkämpfen fühlte sie sich müde und ausgelaugt.

Wieder waren es mit Anouk Piola, Annina Guggisberg, der Zürcherin Anita Kolar
und Evelyne Meier dieselben vier Kletterinnen, welche in der Kategorie «Damen
Jugend A+B» am Ende die Entscheidung um den Sieg unter sich ausmachten.
Schon in den beiden Qualifikationsrouten wurde «on sight» geklettert. Dies
bedeutet, dass die Wettkampfteilnehmer nach der Besichtigung der Route wieder
in die Isolation müssen und sich nicht gegenseitig beim Klettern zusehen dürfen.

Die erste Qualifikationsroute mit dem Schwierigkeitsgrad von 7a schaffte die
16-jährige Evelyne Meier ohne grosse Schwierigkeiten und kletterte sie «top».
Ausser der Limmattalerin schaffte dies nur noch Anouk Piola aus Plan-les-Ouates,
die spätere Drittplatzierte. In der zweiten Qualifikation musste Evelyne als Erste in
die Wand. Auch diese Route war relativ anspruchsvoll gesteckt und verlangte den
jungen Frauen einiges ab. Am schwierigen Übergang von der Vertikalen zur leicht
überhängenden Schräge konnte sie sich kraftvoll nach oben ziehen und meisterte
diese Passage somit ziemlich souverän. Ihr Kampfgeist war geweckt.

In dieser zweiten Runde packten auch die Konkurrentinnen der Urdorferin
nochmals ihr ganzes Können aus. Bis auf Doris Haag, Bettina Marbot und Patricia
Sebregondi kletterten alle Sechs «top» und qualifizierten sich somit für den Final.

Von den Anstrengungen erholt, galt es für die Finalistinnen, sich noch einmal zu
konzentrieren und alle Kräfte zu bündeln, um möglichst hoch zu klettern. Da in
umgekehrter Reihenfolge der Qualifikationsrangliste gestartet wurde, kletterte
Evelyne Meier als Letzte. Sie wirkte nicht mehr ganz so frisch, fand sich aber
dennoch rasch mit der Route zurecht. Die ersten beiden kleineren Überhänge
stellten für sie keine Schwierigkeit dar, und sie zog sich kraftvoll zum nächsten
Griff nach oben. An der letzten und grössten Kante konnte sie sich zwar ebenfalls
noch sichern und hochziehen, griff dann aber ins Leere und fiel ins Seil. Aus der
Traum von der Titelverteidigung.

Ich hatte auf der Route unheimlich viel Stress», sagt Evelyne zurückblickend und
meint weiter: «Ich wollte viel zu schnell hoch und habe mir keine Zeit
genommen.» Bereits an der langen Kante habe sie viel Kraft verloren. Danach, an
der Längskante, habe sie sich zwar in sichere Position bringen können, doch
erneut sei sie zu ungeduldig gewesen. «Eigentlich hätte ichs schaffen können.»
Ihre Enttäuschung über den vierten Platz hielt sich allerdings in Grenzen. Und
auch ihr Trainer Roger Knecht stellte das Positive in den Vordergrund: «Von Runde
zu Runde steigerte sich Evelyne. Entgegen ihrer Art musste sie vom ersten Zuge
an dynamisch und mit viel Risiko klettern, da sie nicht mehr die Kraft hatte,
Kletterzüge auf dem verlangten Niveau langsam und kontrolliert zu klettern.» Es
spreche für sie, dass sie diese Umstellung so gut schaffte.

Etwas zu feiern hatte dafür ihre Klubkollegin Alexandra Eyer. In ihrem 10.
Kletterjahr holte sie zum ersten Mal den begehrten Schweizer Meistertitel in der
Kategorie Elite. Im Final konnte sie sich nach einer schwierigen Einzelstelle, die ihr
alles abverlangte, wieder auffangen und konzentriert weiterklettern. Mit gut einem
Zug Vorsprung auf die Konkurrenz entschied sie den Wettkampf für sich. 

Internationale Einsätze unserer Wettkampfladys   2.7.2002
 
Evelyne und Alexandra an der Speed SM 02 in Luzern
Evelyne und Alexandra
YEC Arco
rokjounior.info
WC Lecco
rangnilecco.com
Im Frühjahr 02 waren erstmals zwei unserer JO-Mitglieder an internationalen Kletterwettkämpfen unterwegs.
Alexandra an den Weltcups in Bozen, Imst und Lecco, Evelyne an den Jugendeuropacups in Imst und Arco.
In Arco scheiterte eine mögliche Finalqualifikation von Evelyne auch an dem für sie sehr ungünstigen Wettkampfablauf in der ersten Qualifikationsroute.
Alexandra kommt nach einer Fussverletztung und der bestandenen Lehrabschussprüfung auf die EM in Chamonix langsam wieder in Form.

Evelyne: 13.Platz YEC Imst, 14.Platz YEC Arco
Alexandra: 22.Platz WC Bozen, 21.Platz WC Imst, 25.Platz WC Lecco
Komplette Resultate auf -> digitalrock.de

MCC-Speed SM 2002   5.5.2002
 
Susanne und Alexandra an der Speed SM 02 in Luzern
Susanne, Roger
und Alexandra an der
Speed SM 02 Luzern

Komplette Ergebnisse
auf digitalrock.de.

Maverickclimbingcup Luzern 5.5.02

Alexandra Eyer: 2.Platz
Daliela Dubs: 4.Platz
Evelyne Meier: 6.Platz

Bei traditionell schlechtem Wetter fand schon das 2.Mal an der LUGA in Luzern ein Kletterwettkampf statt, nach dem Lord of the wall im Jahre 2001, dieses Jahr erstmals eine Speed-SM.
Für die Zuschauer eine attraktive Sache, für die WettkämpferInnen eher ungewohnt. Eigentlich kurios, dass es eine Schweizermeisterschaft gibt, in einer Disziplin die niemand wirklich trainiert...

MCC-Boulderserie 2002   21.4.2002
 
Tabea am Mcc in Genf
Tabea am MCC in Genf
Photo: Roger Knecht
Komplette Ergebnisse
auf digitalrock.de.
Maverickclimbingcup Genf 20.4.02
Maverickclimbingcup Winterthur 13./14.4.02 -> block.ch/bouldercontest
Maverickclimbingcup Schaffhausen 6.4.02

Evelyne Meier: 2.Platz in Schaffhausen, 3.Platz in Winterthur, 4. Platz in Genf
Patrick Eberhard: 12.Platz Schaffhausen, 7.Platz Winterthur, Genf
Alexandra Eyer: Wegen Fussverletzung abwesend

In Schaffhausen begann die neue nationale Wettkampfsaison 02 mit viel Werbung und etwas mehr Zuschauer als früher. Die Idee des Länderwettkampfes der besten Deutschen und Schweizer Boulderer hat mir persönlich sehr gut gefallen. Leider konnte die innere Qualität des Wettkampfes noch nicht ganz mit der äusseren Hülle mithalten.
In Winterthur kletterte Patrick erstmals ins Finale eines nationalen Kletterwettkampfes.

Gaswerk Open 2002  16.3.2002
 

Chrisina, Tabea und
Evelyne beobachten Anita.
Photo: Roger Knecht

Komplette Ranglisten,
weitere Fotos und
ein Videoclip auf
regionalzentrum.ch
 

Bewegungskünste am Fels Bericht im Limmattaler Tagblatt am 19.03.2002

Klettern Evelyne Meier am Gaswerk-Open in Schlieren «nur» Zweite.

SABINE BEIERSDORF

Beste Voraussetzungen herrschten am Samstag für die Kletterer. Den Felsen galt es zu bezwingen. Allerdings nicht unter der wärmenden Märzsonne irgendwo im Gebirge, sondern im Kletterzentrum Gaswerk in Schlieren. Hier massen sich kleine und grosse Sportkletterer am Gaswerk Open. Der regionale Wettkampf läutete gleichzeitig die neue Wettkampfsaison ein. Für die meisten ging es im grössten Indoor-Kletterzentrum der Welt darum, ein letztes Mal ihre Form abzuchecken.

Wenn der Arm zu kurz ist . . .

«Allez! . . . Allez!» Immer wieder hallen die Rufe die Wände hoch. Eltern, Trainer und Teamkollegen feuern die Kletterer ständig an. Eben hat einer eine schwierige Passage mit Bravour gemeistert. Zur gleichen Zeit fällt am gegenüberliegenden Felsen ein anderer ins Seil und ärgert sich. Nur wenige Zentimeter haben ihm bis zum nächsten Griff gefehlt. 
In der Qualifikation wurde im «Flash-Modus» geklettert. Das bedeutet, dass sich die Konkurrenten gegenseitig zuschauen können, die vorgegebene Route aber nicht vorher durchklettern dürfen. Die zu durchsteigenden Routen unterscheiden sich in ihrem Schwierigkeitsgrad. 5a war in Schlieren die einfachste Route, 7c die schwierigste. Die Regel besagt, dass die Sportler in der Qualifikation einsteigen können, wo sie wollen. Allerdings dürfen sie danach nicht mehr zurück. Und um sich für den Final zu qualifizieren, muss man mindestens eine Route «top»-geklettert sein.
Die Urdorferin Evelyne Meier konnte sich relativ locker für den Final qualifizieren. In ihrer Kategorie Jugend Damen kletterte sie als Einzige alle Routen «top». Die anderen beiden Finalistinnen scheiterten im letzten Durchgang bei rund zwölfeinhalb Metern. Die besten drei Klettererinnen machten schliesslich den Tagessieg unter sich aus. 

Die Jüngste machts vor

Christina Schmid aus Neuenegg musste zuerst an den Felsen, während Evelyne Meier und Anita Kolar in der Isolation auf ihren Einsatz warteten. Die 13-Jährige zeigte eine beachtliche Leistung und kletterte die Finalroute mit dem Schwierigkeitsgrad 7a+ «top». Anita Kolar aus Zürich schaffte es bis zum obersten Felsvorsprung, konnte sich aber nicht hochziehen. Ähnlich erging es der 15-jährigen Evelyne Meier. Sie scheiterte an derselben Stelle und fiel ins Seil. Sie wurde «nur» Zweite. «Die Finalroute war sehr anspruchsvoll, sie musste voll ans Limit gehen. Ein kleiner Fehler vor der zweiten Metallkante kostete Evelyne so viel Kraft, dass sie den harten Zug gleich nach der Kante nicht mehr ganz schaffte», analysiert Roger Knecht, Jugendtrainer der SAC Sektion Uto-Mannegg. Damit hatte es die Kleinste und Jüngste ihren Konkurrentinnen gezeigt. Christina Schmid gilt bereits jetzt in der Schweiz als grosses Nachwuchstalent. Ebenfalls noch einmal spannend wurde es in der Kategorie Elite Herren. Die 4 Finalisten waren in der Qualifikation allesamt ihre Routen «top» geklettert. Am Ende hatte aber der dreifache Jugendweltmeister, Roman Felix, mit 16,19 Metern die Nase vorn.
 

Mein ungekürzter Kommentar gegenüber Sabine Beiersdorf / Limmattaler Tagblatt zum Wettkampf:

Evelyne Meier hat eine perfekte Qualifikation geklettert, die sie klar gewonnen hat. In der sehr anspruchsvollen Finalroute musste Evelyne voll am Limit klettern. Ein kleiner Fehler vor der zweiten Metallkante kostete Evelyne so viel Kraft, dass sie den harten Zug gleich nach der Kante nicht mehr ganz schaffte. Die noch sehr junge Siegerin Christina Schmied ist sehr sehr strak geklettert in der Finalroute, in der sie ihre Stärken voll ausspielen konnte. Christina Schmied ist die ganz grosse Schweizer Nachwuchshoffung.
Die letzte Qualifikationsroute hat aber auch die Grenzen der körperlich sehr kleinen Christina Schmied aufgezeigt und hat Evelyne auch gezeigt, dass Christina nicht unschlagbar ist. An nationalen Wettkämpfen starten Christina Schmied und Evelyne Meier nicht in der gleichen Kategorie.
 

Weitere JO-Leute am Wettkampf:

Patrick Eberhard ist noch nie so gut geklettert, wie an diesem Wettkampf und auch Bernhard Wyss hat sich ganz wacker geschlagen an seinem ersten Kletterwettkampf.

Roger Knecht


 

Eiskletter-Weltcup in Saas-Fee   25./26.1.2002 [ Top]
 



Photos und Resultate:
ice-time.com

Wettkampfbericht von
Urs Odermatt auf
eisklettern.ch

Alexandra Eyer kam mit einer top-Begehung gut durch das Open am Freitag. Im Halbfinale der Besten 18. am Samstagmorgen musste sich Alexandra gleich zu Beginn mit diffizilen dry tooling Placements an stark abdrängendem Granit beschäftigen. Mit etwas mehr Erfahrung klappt das beim nächsten Fall noch besser. Schlussendlich reichte es zum guten 16. Schlussrang.

O-Ton Alexandra:
"Ich fand es eine megalässige Erfahrung und möchte nächste Saison mit einer seriöseren Vorbereitung mich an den IWC's behaupten. Ich freue mich auch, wieder an meinen Eisgeräten herum zu basteln.
Für mich persönlich ist das Eis- und Mixedklettern eine optimale Vorbereitung für die Sportkletterwettkämpfe. Schon jetzt merke ich beim Sportklettern, dass ich wesentlich mehr Kraft habe und dass ich mit meinen Füssen noch kreativer umgehe. Also los an die Eisgeräte und viel Spass!"

Roger Waldvogel gab sein Bestes in der sehr anspruchsvollen Open-Routen und erreichte mit kreuz und quer zusammengeliehenem Material an seinem ersten Eiskletterwettkampf den guten 40. Schlussrang unter 60. Startern.

Unser Grüppchen begleitet hat der Ogre-Besteiger Urs Stöcker, den die überstrengeen Schiedsrichter leider schon nach 50 cm in der Open-Route gestoppt haben, wegen Übertreten des sehr engen Routenkorridores

Nach Aussagen der Organisatoren von Saas Fee, sei die vorhandene natürliche Wand in Saas Fee "zu einfach", deshalb müssten recht enge Korridoren vorgegeben werden um die geforderten Schwierigkeiten zu erreichen.
Meines Erachtens aber nicht gerade auf dem ersten Meter... Wenn genügend Platz und genügend Eis (Kälte) zur Verfügung stehen, ist es auch einfacher, schwierige aber faire Eis-Routen einzurichten.

Weitere Fakten:
Ines Papert/D gewann souverän bei den starken Frauen vor der sensationellen Bündnerin Petra Müller. Dimitri Bytchkov/Ru gewann mit unglaublichen Moves das bizzar-verrückte Männerfinal vor dem Österreicher Harry Berger und Stephane Husson aus Frankreich.

In den zwei Tagen in Saas-Fee wurde viel geboten. Ich habe viel spannendes und spektakuläres Eisklettern gesehen, viel dazu gelernt und viele interessante Gespräche geführt.

Roger Knecht


 

Swiss Cup Finale 2001 in Schlieren 15.9.2001 [ Top]
 

Genaue Resultate auf
digitalrock.de/sui
Evelyne bestätigte mit einem Sieg am Swiss Cup Finale in Schlieren klar ihren Schweizermeistertitel in der Kategorie Jugend A+B. Gleichzeitig gewann sie auch die Swiss Cup Gesamtwertung 2001.
Einen besseren Einstand hätte Evelyne in ihrem ersten Jahr im Swiss Cup nicht geben können!

Alexandra siegte am Swiss Cup in Schlieren wieder einmal in der Kategorie Elite I Damen. Damit gewann Alexandra auch, das zweite Mal in Folge, die Swiss Cup Gesamtwertung.
Erst das Superfinale brachte bei den Elite Damen die schlussendlich klare Entscheidung zwischen Susanne Etter, Stephanie Louis und Alexandra.

David Fux kämpftle leider sehr unglücklich an seinem letzten Swiss Cup in der Kategorie Junioren. Ein weisser Tritt in der gelben Finalroute sorgte bei allen Teilnehmern für Verwirrung, bei David ganz besonders!

Patrick Eberharter kletterte tapfer in den für ihn noch sehr steilen und langen Wettkampfrouten. Seine Zeit wird aber noch kommen.


 

Schweizermeisterschaft im Sportklettern 2001 in Meiringen 25.8.2001 [ Top]

Nur eineinhalb Woche nach der grössten Tragödien in der Geschichte der Sektion Uto gewann die Jugenorganisation an der Schweizermeisterschaft im Sportklettern in Meiringen am Samstag 25. August einen kompletten Medaillensatz:
 
 

Alexandra Eyer Evelyne Meier David Fux
Silbermedaille in der
Kategorie Damen Elite
Goldmedaille in der
Kategorie Jugend A+B
Bronzemedaille in der
Kategorie Junioren

Weitere Teilnehmer an der SM aus der Sektion Uto:
Daniela Dubs 5. Platz in der Kategorie Jugend A+B
Patrick Eberharter 7. Platz in der Kategorie Minime

Unsere Klettersars gewannen nach einem nervenaufreibenden Wettkampftag unter nicht immer einfachen Bedingungen Gold, Silber und Bronze.

Evelyne durchstiegt schon am Morgen soverän ihre zwei Qualifikationsrouten und kletterte auch am Nachmittag ihre sehr athletische 7b Finaleroute top, was ihr einen unbestrittenen Schweizermeistertitel einbrachte. Noch nie zuvor war Evelyne so schwierig klettert. Alexandra musste sich nach einem herrvorragenden Wettkampf im Finale erst einem für sie (fast) unmöglichen Längenzug geschlagen geben. Dave erkämpfte sich in der gleichen Finalroute wie Alexandra mit sehr viel Engagement (und Können) den 3. und bislang besten Platz an einem nationalen Wettkampf. Auch Daniela und der erst 13-jährige Patrick konnten vor versammelter nationaler Elite zeigen, was sie können.

Roger Knecht