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Sommerlager
Sommerlager 2000 (12.-19. August)

EIN AUSGEWÄHLTER TAG DES JO-SOMMERLAGERS 2000 (Dienstag, 15. August 2000)
 

Die neunköpfige JO-Gruppe teilt sich auf. Die einen passieren den Übergang nahe des Roc des Plines (3294m). Christof geht das 40° steile Schneecouloir voran und hackt für seine TeilnehmerIn Stufen ins Eis. Beim Bivouac "Envers des Dorées" angekommen, lassen sie sich am Kletterfelsen nahe des Bivouacs brutzeln. Die zweite Gruppe, angeführt von Michi, begeht die Eisflanke am Tête Blanche (3421m). Beim Einstieg treffen sie auf vier konsternierte Holländer, die die Eistour abgebrochen haben und fluchen:"Godverdechelen, die Pichel anchern im Sulz nichd!" Michi und wir schmunzeln und denken: denen verpassen wir gleich eine Lektion! Michi voran, schnell und geschickt über den Bergschrund, welcher tatsächlich die Schlüsselstelle der Eiswand ist: überhängender, nur gerade zwei Meter dick und scheusslich nasser Schnee verlangen von Stephan alles ab. Das Zuschauen der Holländer verwandelt sich in ein Glotzen und als Stephan die Stelle im Vorstieg schafft, erstarren ihre Gesichter und und sie scheinen vor Ehrfurcht fast im Schnee zu versinken. Nachmittags um drei findet sich auch diese Gruppe auf dem Bivouac ein. Um vier beginnt des grosse Wettkochen, Stephan's Himalaya Primus-Kocher gegen Michis MSR-Whisperlite-Kocher. Michis Kocher geht eindeutig in Führung als die Kochéquipe um Stephan meint, beim neuen Primus-Kocher müsse man die Düse auswechseln (35er- gegen 28er-Düse). Als dann endlich der nigelnagelneue Himalaya Multi Fuel Primus-Kocher vollends installiert ist (bei Michi kocht schon der Reis!), gibt Stephan mit seinem Kocher volle Kraft. Mit Maximalschub lässt der -gemäss Herstellerwohl am meisten für grosse Höhen und unter extremsten Temperaturen getestete Himalaya Multi Fuel Primus-Kocher den Reis innert kürzester Zeit weich werden, während der Whisperlite immer noch langsam vor sich hinflackert....
 

Abends um 22:00, vor dem zu Bett gehen, singen wir aus vollem Herzen "Kanonliedchen" in die laue Sommernacht hinein, so dass man es bis ins Val Ferret hinunter hören kann.